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Herbert Heil von WEGOTMUSIC:DE schreibt:

SCHALLPLATTEN FÜR AUGEN UND OHREN: RAINER HAARMANN LÄSST VINYL-SCHEIBEN HOCHLEBEN 

02-2015_edition_longplay_wgm_detail5

Für die Freunde der Schallplatte waren die 1980er Jahre ein Albtraum. Die Compact Disc, kurz CD, kam auf den Markt und die Silberlinge verdrängten die Vinyl-Scheiben fast vollständig. Inzwischen, nach gut dreißig Jahren, bröckelt die Vormachtstellung der CD, ja die Compact Disc ist auf dem absteigenden Ast. Die Schallplatten-Umsätze schnellen nach oben. Die zweite Blüte der schwarzen Scheiben grenzt an ein kleines Wunder. Oft tot gesagt, ist der Tonträger auch im Zeitalter von MP3 und CD beliebt – und das nicht nur bei Klangfetischisten. Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass das Gesamtkunstwerk Schallplatte mehr und mehr in das Bewusstsein auch vieler junger Leute gerückt ist. 1,8 Millionen Vinyl-Alben wurden 2014 in Deutschland verkauft und damit so viele wie seit 1992 nicht mehr. Der Marktanteil der Longplayer beträgt aktuell immerhin 2,6 Prozent. Das mag viele Gründe haben. Ein wichtiger ist sicherlich: Der allgegenwärtigen, sofortigen Verfügbarkeit von Musik zum Download, steht ein neues, waches Musikverständnis entgegen, das sich zwar noch in Nischen des Musikgeschäfts befindet, aber diese Nischen wachsen zusehends. Auch das Image hat sich gewandelt. Galten Vinyl-Fans früher als verschroben und altbacken, so ist das heute ganz anders. ...weiter lesen


 

Ralf Henke in "LP - Magazin für analoges HiFi & Vinyl-Kultur!" schreibt:

Romero Lubambo - Setembro
Genre: Brazilian Guitar Jazz
Label: Edition Longplay
Bestellnummer: 14

 

Was für ein Auftakt! Direkt mit der ersten Nummer „Influencia do Jazz“ vermag Romero Lubambo die Hörerschaft zu begeistern und für sich einzunehmen. Sein präzises, kraftvolles Spiel ist eine Klasse für sich, lässt dabei stets Raum für Gefühl und durchdringt jede Zelle des aufnahmebereiten Hörers, was dank der herausragenden Klangqualität allerdings auch ein Leichtes ist. Mit geschlossenen Augen stellt man sich unweigerlich vor, einer privaten Aufführung beizuwohnen und jede Saitenschwingung versetzt einen in reine Verzückung. Der brasilianische Großmeister der Gitarre performt nach „Só Brazilian Essence“ abermals als Solist, diesmal aber ausschließlich für Vinyl-Fans, denn „Setembro“ ist in der besonderen LP-Reihe von Edition Longplay erschienen. Regelmäßige LP-Leser kennen inzwischen die stets auf 500 Stück limitierten Pressungen, die in exklusiven, von Künstlern gestalteten Covern eine Freude für Auge und Ohr sind. Mit „Meditation“ von Jobim setzt sich das Album, anders als es der Songtitel vermuten lässt, beschwingt fort und lässt vor dem inneren Auge die Wellen des Atlantiks an den brasilianischen Strand schwappen. In diesem Stil geht es auf den folgenden acht Titeln (dazu noch zwei auf den vier Unikat-LPs) weiter, auf jedem Stück beeindruckt Romero Lubambo mit der Raffinesse seines Gitarrenspiels, mit dem er mühelos ganze Landschaften erzeugen kann; seine Komposition „Muriqui“ setzt sich dabei in punkto Intensität an die Spitze des Songangebots während Romero auf dem Titelsong mit einer Feingliedrigkeit zu Werke geht, bei der man fast das Atmen vergisst. Zusätzliche Abwechslung kommt dadurch auf, dass neben der akustischen auch die elektrische Gitarre zum Einsatz kommt. Wer sich die Chance zum Erwerb dieses Ausnahme-Albums entgehen lässt ist wahrlich zu bedauern.

Ralf Henke in "LP - Magazin für analoges HiFi & Vinyl-Kultur!" (5/2015)

"Ein sagenhaftes Meisterwerk von betörender Schönheit."

(rh)


 

Zwei erste wunderbare Vorabrezensionen sind erschienen zur kommenden EL 13

Janis Obodda in "HIFi-Stars Ausgabe 27 / 15" schreibt:

EDITION LONGPLAY LP 13 

NORTHBOUND – SOUTHBOUND

AXEL SCHLOSSER / RAINER BÖHM / KART-MARTIN ALMQVIST / ARNE HUBER / JEAN PAUL HÖCHSTÄDTER

Regelmäßige Besucher des JazzBaltica Festivals dürfen hier gerne ein wenig nostalgisch werden – denn die 13. Veröffentlichung von Rainer Haarmanns (bekanntlich langjähriger Organisator des Festivals) Edition Longplay ist so etwas wie ein Gipfeltreffen. Denn alle fünf Mitglieder waren dort in den verschiedensten Formationen regelmäßige Gäste. Trompeter Axel Schlosser, Pianist Rainer Böhm und Bassist Arne Huber spielen ja ohnedies seit Jahren in einer Band – dem nach der Adresse ihrer Mannheimer Lieblingskneipe benannten Quintett L14, 16. Mit dem schwedischen Saxophonisten Karl-Martin Almqvist und dem Drummer Jean Paul Höchstädter (einem der gefragtesten Jazz-Schlagzeuger des Landes) entfernen sie sich auch nicht weit von deren Stil: Die Basis sind die klassischen Hauptströmungen Bop und Cool, dazu eine gute Portion des aktuellen New Yorker Sounds. Diese werden in immer neuen Kombinationen verschmolzen – man wundert sich ein einem fort, wie viele Möglichkeiten sich da immer wieder (und immer noch!) ergeben, wie viele Wege noch nicht (oder kaum) begangen sind, was es noch zu entdecken gibt. Und die Kombination Schlosser / Almqvist, 2014 auch schon auf einigen Bühnen zu hören, erweist sich als (hoffentlich) zukunftsträchtig: Hier haben sich zwei Musiker wirklich gefunden, diese beiden Bläser-Stimmen sind wie füreinander geschaffen. Und in Kombination mit dieser wahrhaft überragenden Rhythmus-Sektion ergibt sich fast zwangsläufig eine Sternstunde des zeitgenössischen Jazz. Sie werden dieses Album wieder und wieder hören wollen… und angesichts der wie immer streng limitierten 500er-Auflage sollte man hier tatsächlich über ein Zweitexemplar als Reserve nachdenken…!

 Vorwegrezension Janis Obodda in "HIFi-Stars Ausgabe 27 / 15"


Ralf Henke in "LP - Magazin für analoges HiFi & Vinyl-Kultur!" schreibt:

Schlosser / Böhm / Almqvist / Huber / Höchstädter - Northbound/Southbound

Genre: Jazz

Label: Edition Longplay

Bestellnummer: 13

Falls Sie zu denen gehören, die bisher noch kein Album aus der Musik und Kunst verbindenden Reihe „Edition Longplay“ von Rainer Haarmann ihr eigen nennen, sollten Sie spätestens mit dem aktuellen Werk eine Anschaffung ins Auge fassen, denn es bietet sich hier die nicht alltägliche Gelegenheit, eine auf 500 Stück limitierte, äußerst wohlklingende und musikalisch fesselnde Aufnahme zu erwerben, mit der man darüber hinaus auch noch den Hörraum verzieren kann. Die nunmehr dreizehnte LP im hochwertigen Cover, gestaltet von der Künstlerin Martina Geist, führt fünf Musiker zusammen, die zwar bei diversen Gelegenheiten schon ihre gemeinsame musikalische Wellenlänge festgestellt haben, aber erst im Juni 2014 die Möglichkeit hatten, diese im Studio einzufangen. Der Pianist Rainer Böhm eröffnet die Session mit seiner Komposition „No Jackpot“, dessen Intro den Hörer sofort fokussiert und aufnahmebereit macht für die warmen Klänge, die Axel Schlosser aus der Trompete und Karl-Martin Almqvist aus dem Tenorsaxofon holen; Jean Paul Höchstädter unterlegt das Stück mit feiner Schlagzeugarbeit. Das folgende „Summoning Nemesis“ aus der Feder Schlossers ist ein aktuelles Hard Bop-Statement, wie man es heutzutage leider viel zu selten zu Ohren bekommt und bietet auch Arne Huber ausgiebig die Gelegenheit, sein Können am Bass zu demonstrieren. Das tiefe Verständnis füreinander ist auf allen sechs Stücken präsent, am deutlichsten ist es auf „CSD“ zu erleben, womit die LP einen krönenden Abschluss erfährt; Schlosser und Almqvist vermitteln dabei den Eindruck eines gemeinsamen Klangkörpers. Der Musikgenuss ist aber damit noch nicht beendet, denn der Käufer kann sich das Album auch als Download gönnen, dieser bietet noch zwei Bonus-Tracks, weiteres Material ist außerdem auf den beiden exklusiven Unikat-LPs enthalten.

Ralf Henke in "LP - Magazin für analoges HiFi & Vinyl-Kultur!"

Hat definitiv das Potential, ein moderner Klassiker zu werden!


 

Artikel aus shz - Schleswig-Holstein Zeitung vom 23.1.2015

 

shz-artikel vom 23.1.15

 


 

Edition Longplay LP 12 WOOD RIVER

Charlotte Greve – Keisuke Matsuno


Wenn Menschen an Grenzen glauben, werden sie selbst Teil davon: Diesen Ausspruch Don Cherrys hat Andrew D'Angelo, bedeutender Jazz-Saxophonist und Autor des Klappentextes dieses Albums, seinen begleitenden Worten vorangestellt. Und sie passen wunderbar zu diesem jungen Ensemble um die gebürtige Berlinerin (die seit 2012 in New York lebt, wo sich ihre aktuelle Band zusammenfand) Charlotte Greve. Denn um Grenzen oder Schubladen scheren sich diese vier Musiker überhaupt nicht. Es geht um Stimmungen in dieser Musik, um Atmosphäre: Bassist Simon Jermyn und Perkussionist Tommy Crane geht es weniger um einen klaren Beat oder Groove, sondern darum, einen Puls zu finden und Räume zu öffnen – für die raffiniert gewebten Texturen von Keisuke Matsuno (Gitarre und Synth) und Greves frei fliegendes Altsaxophon. Dabei fließen Energien, schwellen an, entladen sich; doch auch die anschließenden Ruhephasen sind alles andere als spannungslos – irgendetwas in dieser kaum kategorisierbaren Musik scheint immer zu vibrieren. Abermals ein außergewöhnliches Album auf diesem buchstäblich wunder-vollen Label – und ein weiteres Argument, dessen Veröffentlichungen zu abonnieren…! 

Janis Obodda in HiFi - Stars Ausgabe 26


 

 

Alle Inhalte Copyright Rainer Haarmann wenn nicht anders bezeichnet